Giovanni Domenico Campiglia
1692 Lucca – Florenz 1768

Italienischer Maler, Zeichner und Kupferstecher

Campiglia studierte zunächst in Florenz bei Tommaso Redi (1665-1726) und Lorenzo Del Moro (1677-1735), danach in Bologna bei Giovan dal Sole (1654-1719). Seinen Ruf begründete er vor allem als geschickter Zeichner, doch war er auch als Maler tätig. Er wurde nach Rom berufen, um antike Statuen zu zeichnen.

Nach Gründung des Kapitolinischen Museums 1734 begann er dessen Hauptwerke in 11 Blättern zu zeichnen, die seit 1741 als Kupferstiche veröffentlicht wurden. Um diese Zeit wurde er zu Gutachten über die reiche Kupferstichsammlung des G.G. de Rossi herangezogen, und als durch deren Ankauf 1738 Clemens XII. die Calcografia Camerale begründet hatte, wurde Campiglia deren Vorsteher. Für das Kupferstichwerk „Museo Fiorentino“, das er zusammen mit F. Gori bearbeitete, zeichnete er in seinen letzten Lebensjahren 22 Blätter (verschiedene Antiken etc.).

Seine fein und detailliert ausgeführten Zeichnungen von antiken und berühmten römischen Bildwerken waren besonders bei den britischen Touristen gefragt.