Daniel Nikolaus Chodowiecki
1726 Danzig – Berlin 1801

Deutscher Maler, Zeichner, Illustrator, Kupferstecher und Radierer

Chodowiecki musste nach dem Tod des Vaters eine kaufmännische Lehre beginnen. Nach seinem Umzug nach Berlin 1743 begann er, für das Kurzwarengeschäft seines Onkels Modeschmuck zu entwerfen und zu zeichnen. Dieser Onkel war es auch, der ihn zu einer künstlerischen Ausbildung ermunterte und ihn durch den Augsburger Künstler Johann Jacob Haid (1704-1767) in Emaillemalerei unterrichten ließ. Mit dieser Technik hatte Chodowiecki dann so großen Erfolg, daß er von weiteren Tätigkeiten im Ladengeschäft befreit wurde und sich 1754 selbständig machen konnte.

Seit 1758 ging er zur Radiertechnik über, die in den nächsten Jahren sein Hauptbetätigungsfeld wird und ihm größte Erfolge als Illustrator und Kupferstecher bringen sollte. Die Ölmalerei brachte ihm dagegen kaum öffentliche Anerkennung. 1764 wurde er Mitglied der Berliner Kunstakademie, 1786 erfolgte die Ernennung zu ihrem Sekretär, damit war er für die laufenden Ausstellungen verantwortlich. 1790 wurde er Stellvertretender Direktor, ein Jahr später Leitender Direktor.