Buonaventura Genelli
1798 Berlin – Weimar 1868

Deutscher Maler und Zeichner

Buonaventura Genelli ist der Sohn des Landschaftsmalers Janus Genelli (1761-1813), dessen Vater aus Rom eingewandert war. Er studierte ab 1814 an der Berliner Akademie unter J.E. Hummel (1769-1852) und G. Schadow (1764-1850).

Von 1822 bis 1832 hielt er sich in Rom auf. Dort wurde er beeinflusst von P. von Cornelius, J.A. Koch, Fr. Preller d.Ä. und anderen. Nach einem Aufenthalt in Leipzig ab 1832 ging er 1836 nach München. Dort machte er 1856 Bekanntschaft mit dem Kunstmäzen Graf von Schack, von dem er größere Aufträge erhielt. 1859 folgte er einem Ruf des Großherzogs Karl Alexander nach Weimar, für den er bis zu seinem Lebensende arbeitete. Die Kontakte mit Graf von Schack erhielt er weiter aufrecht.

„Der eigenwillige Künstler Genelli ist nicht leicht einem Stil zuzuordnen. Seine Themen- und Formenwelt ist ganz vom Klassizismus geprägt, obwohl ein großer Teil seiner Werke erst in den sechziger Jahren entstand. Dennoch ist seine mehrteilige Bildform auch dem Biedermeier verpflichtet, wie sie beispielsweise von E.N. Neureuther und M. von Schwind angewendet wurde.

Sein Übermut und sein unangepasstes Wesen erschwerten seine künstlerische Laufbahn. Durch unbedachte Äußerungen verscherzte er sich Aufträge und Gönner, so auch die Gunst König Maximilians II., den er mit seinen Antworten brüskierte. Graf Schack hingegen behielt sein tiefes Verständnis für ihn, aus dem sich eine persönliche Freundschaft entwickelte.“ (zitiert aus: Münchner Maler im 19. Jahrhundert. 6 Bände. München, Bruckmann, Bd. II, 1982, S. 19).

Literatur: Hans Ebert: Bonaventura Genelli. Leben und Werk. Weimar 1971.

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