Louis Félix de Larue d. J.
1730 Versailles – Paris 1777

Französischer Bildhauer, Zeichner und Kupferstecher

Der Bildhauer, Zeichner und Kupferstecher de Larue war Schüler von Lambert-Sigisbert Adam (1700-1759) und erhielt 1749 den zweiten und 1750 den ersten Preis, den Grand Prix de Sculpture, 1752/54 war er Élève protégé und 1754/55 Pensionär der Académie de France in Rom.

Von seinen zahlreichen bildnerischen Arbeiten, die von Claude Michel, gen. Clodion (1738-1814) beeinflußt sind (Bacchantenzüge, Kindergruppen, Amoretten etc.), deren Modelle teilweise von der Manufaktur Sèvres in Terrakotta bzw. Porzellanmasse ausgeführt wurden, ist besonders auf ein Marmorrelief mit Girlanden tragenden Amoretten im Musée des Arts décorative in Paris hinzuweisen.

Er hinterließ auch viele Zeichnungen, die in den Sammlungen von Alençon, Besançon, Chicago, Compiègne, Darmstadt, Dijon, Florenz, London, Mailand, Montpellier, München, Paris, Perpignan, Poitiers und Rennes aufbewahrt werden. Es handelt sich dabei meist um Ideenskizzen und Entwürfe, aber – wie im vorliegenden Fall – immer wieder auch um bildmäßig ausgeführte, eigenständige Zeichnungen.