Ferdinand le Feubure (Le Feubure)
1815 – München – 1898

Deutscher Maler und Zeichner

Ferdinand Le Feubure war ein Sohn des J.B. Le Feubure, kgl. General-Zoll-Administrations-Rechnungskommissars aus München. Sein älterer Bruder Karl Friedrich Le Feubure (1805-1885) war Maler und Porzellanaufseher der kgl. Porzellanmanufaktur München.  1823 besuchte Ferdinand Le Feubure die Akademie in München als Schüler von Heinrich Maria von Hess (1798-1863).

Anschließend war er als Porzellanmaler an der Kgl. Porzellanmanufaktur tätig und bemalte in der Folge Tafelservice für König Ludwig I., für den Kronprinzen Maximilian, für Prinz Luitpold, ein Service als Geschenk für den Vice-König von Ägypten und für König Ludwig II. Noch im Alter von 83 Jahren arbeitete er für Kaiser Franz Joseph von Österreich.

Mit der Abdankung König Ludwig I. 1848 war die kgl. Porzellanmanufaktur eingestellt worden und Ferdinand Le Feubure war freischaffend tätig. Es ist bekannt, daß zwischen ihm und der Familie des Herzogs von Leuchtenberg in München eine enge Verbindung bestand. Eine der Töchter des Herzogs Eugène von Leuchtenberg lebte als verwitwete Kaiserin Amélie von Brasilien mit ihrer Tochter Marie Amélie in Portugal und wird den Künstler wohl nach Portugal mitgenommen haben.