Conrad Martin Metz
1749 Bonn – Rom 1827

Deutscher Maler, Zeichner und Kupferstecher

Der Sohn des Malers Johann Martin Metz (1717-1789) war Schüler seines Vaters und reiste vermutlich 1772 mit diesem und seiner Schwester Gertrudis (Kupferstecherin, 1746-1793 in London nachweisbar) nach London. Bereits 1772 trat er in die Schule der Royal Academy of Arts ein und war Schüler von Francesco Bartolozzi (1727-1815) in London, wo er drei heute seltene Stichwerke (Imitations of Drawings by Parmegiano etc., 1790; Schediasmata ex Archetypis Pol. Caravagiensis ect., 1791; Imitations of Drawings etc., 1798) veröffentlichte.

Seit 1801 war er in Rom ansässig und stach dort – als sein wichtigstes Werk – Michelangelos Jüngstes Gericht in der Sixtina, das Goethe im Oktober 1819 für seine Sammlung erworben hat. Durch ausdrückliche Erwähnung in seinem Tagebuch zollte er diesen Kupferstichen  besondere Aufmerksamkeit.

In seinen Zeichnungen schildert Metz meist Themen aus der klassischen Mythologie. Beispiele daraus befinden sich u.a. im Britischen Museum, London, weitere im Wallraf-Richartz-Museum, Köln und im Landesmuseum, Bonn.