Georg Emanuel Opiz
1775 Prag – Leipzig 1841

Deutscher Zeichner und Kupferstecher

Nach erstem Unterricht in seiner Geburtsstadt bei dem Zeichner und Graphiker Franz Karl Wolf (1764-1836) und einem kurzen Jurastudium begann der Maler, Zeichner, Radierer und Kupferstecher Georg Emmanuel Opiz um 1793 eine Ausbildung bei Giovanni Battista Casanova (1730-1795) an der Dresdener Kunstakademie. 1798 ist eine Reise nach Karlsbad zu belegen, wo er Porträts für vermögende Kurgäste schuf. 1799/1800 weilte er in Hamburg und Bremen. 1802-1803 schloß sich ein Aufenthalt in Wien an, wo er insbesondere seine Vorliebe für Darstellungen charakteristischer Szenen aus dem Volksleben ausbildete.

1805 ließ er sich in Leipzig nieder. 1814 reiste er nach Paris, dann nach Heidelberg. Um 1817 kehrte er wieder nach Leipzig zurück. Wohl auf die Bekanntschaft mit Katharina von Württemberg sind seine Aufenthalte in Rußland 1820/1830 zurückzuführen, und möglicherweise auch ein Türkei-Aufenthalt. 1820 ließ er sich endgültig in Leipzig nieder, wo er als Professor an der Akademie lehrte. In seinen letzten Lebensjahren arbeitete Opiz auch unter dem Pseudonym „Bohemus“ und widmete sich dem Schreiben von Aufsätzen und Erzählungen und veröffentlichte um 1830 zwei historische Romane.