Joseph Rebell
1787 Wien – Dresden 1828

Österreichischer Maler und Zeichner

An der Wiener Akademie studierte Rebell zunächst Architektur bei Louis Joseph Montoyer (um 1749-1811), wechselte dann aber zur Landschaftsmalerei. Michael Wutky (1739-1823), der „alte Italienfahrer“, wurde sein Lehrer. Bei ihm lernte er das „Effektstück“, etwa Nachtbilder oder Vesuvausbrüche, kennen.

1809 ging Rebell in die Schweiz, von da nach Mailand und anschließend 1810 nach Oberitalien. Hier bewegte er sich im Gefolge um E. Beauharnais. Auf dessen Empfehlung malte er für J. Murat in Neapel 13 Ansichten von Neapel (1813-1815), die für Caroline Murat bestimmt waren. Er war auch erfolgreich mit Marinen, wandte sich dann aber doch nach Rom und lebte dort im Kreis der österreichischen Künstler bis 1824. Bei einem Besuch 1819 in Rom wurde Österreichs Kaiser Franz I. auf
Rebell aufmerksam und berief ihn zum Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie nach Wien.

1826 wurde er akademischer Rat und hatte mit seinen lichterfüllten, leuchtenden Arbeiten einen bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung der Wiener Landschaftsmalerei (vgl. Ausst. Katalog: Das Jahrhundert des Wiener Aquarells 1780 - 1880. Wien, Albertina, Wien 1973, S. 14).