Moritz Retzsch
1779 – Dresden – 1857

Deutscher Maler, Zeichner und Radierer

Retzsch besuchte seit 1798 die Dresdener Akademie, seit 1816 war er dort  Mitglied und seit 1824 Professor. Er arbeitete in Dresden vor allem als Zeichner und Radierer, aber auch als Geschichts- und Bildnismaler.

Die Dichtungen S. Gessners (1730-1788) und F. de la Motte Fouqués (um 1775-1831) führten Retzsch seit 1806 allmählich vom Klassizismus zur Romantik hinüber, der er sein ganzes Leben treu blieb. Berühmt wurde er mit Zeichnungen zu Werken der Weltliteratur, wie den Dramen Shakespeares, Schillers Gedichten, Bürgers Balladen und vor allem zu Goethes Faust.

Die Winzerei wurde eine besondere Leidenschaft von Moritz Retzsch, da seine Ehefrau zur Hochzeit einen Weinberg mit in die Ehe brachte. 1813 ließ er das nach ihm benannte Retzschgut in der Oberlößnitz erweitern, 1828 übersiedelte er von Dresden nach Oberlößnitz. Als Winzer war er Ehrenmitglied der Sächsischen Weinbaugesellschaft. 1848 zog sich Retzsch ganz auf sein Weingut zurück.