Franz Stassen
1869 Hanau – Berlin 1949

Deutscher Maler, Zeichner und Illustrator

Franz Stassen besuchte von 1886-1892 die Berliner Hochschule für Bildende Künste und ließ sich danach zunächst in Hanau nieder. Nach einiger Zeit kehrte er jedoch nach Berlin zurück. Anfangs naturalistisch orientiert, wandte sich Stassen dem Jugendstil zu. Er orientierte sich an Sascha Schneider (1870-1927), Fidus (d.i. Hugo Höppener, 1868-1948), Koloman Moser (1868-1918) und Gustav Klimt (1862-1918). Bis 1908 war er als Maler und Illustrator tätig.

1908 suchte Stassen Kontakt zu dem Bayreuther Wagner-Kreis und wurde ein enges Mitglied des Kreises um Siegfried Wagner. Er schuf Illustrations-Mappen zu Wagners Werken, z. B. zu „Das Rheingold“ sowie zu „Der Ring des Nibelungen“. Mit seinem Werk steht er noch der Lebensreformbewegung der Jahrhundertwende nah. Stassen trat 1930 in die NSDAP ein, blieb aber ein von der Politik abgewandter Illustrator von Wagner-Werken sowie Sagen und Märchen. Sein Werk wurde zum großen Teil im 2. Weltkrieg zerstört und er bemühte sich nach 1945 es zu ersetzen. In den Jahren nach dem Krieg bis zu seinem Tod arbeitete er an seiner vierten Illustrations-Folge zu Goethes Faust.