Wilhelm August Theodor Steinhausen
1846 Sorau / Brandenburg – Frankfurt am Main 1924

Deutscher Maler, Zeichner, Graphiker und Illustrator

„Zweifellos ist die Landschaft der elementare Erlebnis- und Ausdrucksbereich seiner Malkunst, und auch seine religiösen und Märchenbilder sind ohne sie – ohne ihre rapide Funktion im erzählerischen und formalen Zusammenhang – nicht zu denken. Die Geschichte dieses Künstlers, des vielbeschäftigten Kirchenmalers und Dr. theol., h. c., müsste in der Tat mit den Worten beginnen: ‚Von einem der auszog, das Landschaftsmalen zu lernen...’ – Wo immer er es versucht hat, zuerst an der Berliner, dann an der Karlsruher Akademie, man ließ ihn nicht nach seinem Willen. Die Lehrer fehlten oder nahmen keine Schüler mehr an. Er musste zu den Figurenmalern... Die Landschaft ohne menschliche Figuren nimmt erst seit dem Wiener Aufenthalt Steinhausens einen breiten und entscheidenden Raum in seinem Schaffen ein. Dort, in der ‚Einsiedelei’ 1896/97, malte er die ersten seiner ‚Tagebuchblätter’, kleine Landschaftsstudien in Öl, die in flüssig-transparenter... Malweise flüchtige Stimmungen, Lichterscheinungen und Wolkenbildungen festhalten; rasche Impressionen, aber doch immer gleichsam auf eine Tonart gestimmt.“ (Katalog: Wilhelm Steinhausen 1846-1924. Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, 1974, Ss. 4/5).

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