Eichens - Pius Alexander Wolff - ZP07105

Eichens - Porträt - Pius Alexander WolffEichens - Porträt - Pius Alexander Wolff
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Friedrich Eduard Eichens
1804 – Berlin – 1877

Pius Alexander Wolff (1782 Augsburg – Weimar 1828) Schauspieler und Schriftsteller. Halbfigürliches Portrait eine Schriftrolle in der Linken haltend, im Hintergrund rechts das Königl. Berliner Schauspielhaus.

Schwarze Kreide, mit Deckweiß gehöht, auf hellbraunem Zeichenkarton, rechts unten unvollständig signiert „F. Eduard“. 24:20 cm.

Wir danken Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, für seine Hilfe bei der Identifizierung des Autors sowie des Dargestellten der Zeichnung (Brief vom 2.10.2012).

Provenienz: Aus dem persönlichen Nachlaß von Pius Alexander Wolff.

Vergleichsliteratur: R. Flatz, Theaterhistorische Porträtgraphik. Ein Katalog aus den Beständen der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln. Berlin 1995, S. 738, Nr. 5800. Hier ist die Radierung abgebildet, die ebenfalls von Eichens stammt.

Wolff, berühmter Schauspieler der Goethe-Zeit, und seine Frau, die Schauspielerin Amalie Wolff-Malcomi, waren bereits seit 1803 Mitglieder des Ensembles am Weimarer Schauspielhaus, das in dieser Zeit von J.W. von Goethe geleitet wurde. Auf Anregung Wolffs haben die Schauspieler der Weimarer Bühne 1807, ohne Goethes Wissen, den „Tasso“ einstudiert, der am 16. Februar 1807 uraufgeführt wurde. Unter Goethes Theaterleitung war die Rolle des „Tasso“ Wolffs persönliche Domaine. Seit 1816 waren Wolff und seine Frau, am Berliner Theater tätig.

Unsere Zeichnung dürfte nach Fertigstellung des Schauspielhauses – 1821 – , jedoch vor Wolffs schwerer Erkrankung, die auch zum Tode führte, entstanden sein.

Das Berliner Schauspielhaus, ein Hauptwerk des Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), wurde 1821 als Königl. Schauspielhaus eröffnet.