Moritz - Pifferari in Rom - ZP33105

Moritz - Pifferari in RomMoritz - Pifferari in Rom
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Friedrich Wilhelm Moritz
1793 im Kanton St. Gallen – Neuchâtel  1855

Motiv aus Rom mit zwei Pifferari vor einem Andachtsbild.

Aquarell auf cremefarbenem Velin, aufgezogen, links unten in einem Stein der Mauer signiert und datiert „F.W. Moritz 1832.“, verso alte Preisangabe „3 Louisdor“. 29,5:24,5 cm.

Mit winzigen Randbeschädigungen.

Vergleichsliteratur: H. Geller, Ernste Künstler fröhliche Menschen. München 1947, Abb. 17 und 18; H. Geller, I Pifferari. Musizierende Hirten in Rom. Leipzig, 1954.

Literatur: Lt. Thieme-Becker (Bd. XXV, S. 158) stammt Moritz aus Herborn in Hessen, was jedoch nicht belegt ist. Lt. Brun, Schweizerisches Künstler-Lexikon (Frauenfeld, 1908, Bd. II, S. 427) hat der Künstler einige Zeit im Hause seines Onkels Gabriel Ludwig Lory 1763-1840) in Bern gelebt und in dessen Verlag gearbeitet. Dann verbrachte er einige Jahre in Italien.

Pifferari, Hirten aus dem Volskergebirge und den Abruzzen, welche in der Adventszeit ehedem nach Rom kamen, um hier vor den Marienbildern an den Straßenecken mit ihrer wunderlichen Schalmei (piffero), mit Dudelsack (zampogna) und monotonem Gesang täglich dreimal zu musizieren. Ihre Lieder und Weisen sind uralt; nach jedem Vers folgt ein Adagio, an dessen Schluß der Piffero mit schrillem Triller einfällt. Die Pifferari gewöhnlich ein Alter mit Kragenmantel, Spitzhut und dem Dudelsack und ein schwarzlockiger, in ein Fell gehüllter Junge mit der Schalmei, beide Sandalen tragend, gehörten zu den malerischsten Gestalten Roms; in neuester Zeit wurde der alte Brauch polizeilich unterdrückt. (Zitat: Goethezeitportal).