Werke

Friedrich Wilhelm Delkeskamp

1794 Bielefeld – Frankfurt am Main 1872

„Der Römerberg zu Frankfurt a/Main. / links der Römer od: Rathhaus, rechts die Nicolai Kirche.“

Feder in Schwarz und Aquarell, mit Deckweiß gehöht, mit schwarzer Tuschlinie umrandet, 1822/23, auf cremefarbenem Velin, auf Büttenkarton aufgezogen, dort rechts unten signiert
„Nach der Natur gezeichnet von F.W. Delkeskamp.“, unten mittig betitelt. 37,2:49,3 cm.

Gering fleckig und leicht gebräunt, im ganzen von sehr guter Erhaltung.

Vorzeichnung für den Kupferstich von 1823!

Provenienz: Sammlung Alfred von Neufville, Kommerzienrat u. italien. Generalkonsul 1856-1900, nicht bei Lugt; Sammlung Heinrich Stiebel, Frankfurt am Main (1851-1928), vgl. Lugt 1367; Frankfurter Privatsammlung.

Vergleichsliteratur: B. Müller, Bilderatlas zur Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Ffm. M. Diesterweg 1916, Tafel 42; H.-O. Schembs, Frankfurt wie es Maler sahen. Ffm., Weidlich/Flechsig, 1989, S. 68, Abb. 54; H. Lohne, Frankfurt um 1850. Nach Aquarellen und Beschreibungen von Carl Theodor Reiffenstein und dem Malerischen Plan von Friedrich Wilhelm Delkeskamp. Frankfurt a.M., W. Kramer 1967, Farbabb. S. 133.

„Wer mit dem Schiff, zum Beispiel mit dem Mainzer Marktschiff, am Hafen ankam und durch das Fahrtor die Stadt betrat, dem öffnete sich nach wenigen Schritten der Römerberg, Frankfurts zentraler Platz. Rechts ragt die Nikolaikirche auf und verdeckt noch die Ostseite des Platzes. Sie wurde um 1260 als Pfalzkapelle erbaut und im 15. Jahrhundert umgestaltet (Balustrade, Ecktürmchen). Sie war später die Ratskirche und diente zur Zeit Delkeskamps als Lager. Zur Linken geht der Blick auf die Römergiebelfront und vorn auf das Haus Lichtenstein. Menschen in ihrer Alltagsbeschäftigung beleben den Platz. Delkeskamp widmete dieses Blatt (gemeint ist der Kupferstich) dem Senat bei seinem Gesuch, unterrichten zu dürfen.“ (Schembs op. cit., S. 68).

Preis: auf Anfrage