Werke

Gerhardt Wilhelm von Reutern

1794 Gut Rösthof bei Walk/Livland – Frankfurt am Main 1865

Junges Mädchen in lettischer Tracht; Dreiviertelfigur nach links.

Aquarell, 1831, auf cremefarbenem Velin, unten bezeichnet und datiert
„Anne aus Kokenhoff Lemsal d 8ten März 1831“. 17,6:12,7 cm, auf Albumblatt montiert.

Vergleichsliteratur: Gerhardt von Reutern. Hrsg.: Vereinigung Malerstübchen Willingshausen e.V. Willingshäuser Hefte 4. Willingshausen, 1994, Nr. 29, Farbabb. S. 24., Nr. 43 Porträt Hermann von Reutern, dat. „Lemsal d. 18ten März 1831“.

Im Lebenslauf heisst es auf S. 7: 1830 Übersendung der „Arabeske“ an Goethe; Aufenthalt in Weimar und Besuch Goethes (14. Mai); anschl. Reise – ohne die Familie – über Warschau nach Livland und Zarendorf (Carskoe selo); Audienz bei der Zarin Aleksandra Fedorovna (geb. Charlotte von Preußen) und Erwirkung der Erhöhung seiner Pension; Bekanntschaft mit den russischen Malern Utkin, Vorob’ev und Brjullov sowie erneute Begegnung mit dem Grafen Fedor Tolstoj; während des Winters Aufenthalt in Lemsal und Loddiger.

Gerhardt Wilhelm von Reutern steht – zusammen mit Ludwig Emil Grimm – nicht nur am Beginn der bedeutenden Freiluftmalerkolonie in Willingshausen (Schwalm), sondern ist zugleich auch eine hochinteressante Persönlichkeit der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte, die vor allem zwischen Deutschland, dem Baltikum und Rußland wichtige Brücken geschlagen hat.

Lemsal ist eine ehemalige Hansestadt im Norden Lettlands und Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsbezirks.

Preis: verkauft