Werke

Johann Heinrich Tischbein d. Ä., genannt „Kasseler Tischbein“

1722 Haina – Kassel 1789

Kassel, Blick von der Baustelle des neuen Schlosses über die Fulda und das jenseitige Ufer auf den dahinter liegenden Höhenzug.

Pinsel und Feder in Schwarz und Grau, über Bleistift, mit schwarzer Tuschlinie umrandet, auf Bütten mit Wasserzeichen: C & I Honig und großes bekröntes Lilienwappen, unten mittig mit brauner Feder signiert „Tischbein“. 23,9:38,3 cm.

Provenienz: Sammlung Rosenstock, Kassel.

Ab 1786 entstand in mehreren Bauetappen Schloss Wilhelmshöhe. Parallel zur Umgestaltung der barocken Parkanlage in einen englischen Landschaftsgarten entwickelte Landgraf Wilhelm IX., der spätere Kurfürst Wilhelm I., das Schlossprojekt. Der angestrebte erhabene und würdevolle Charakter des Parks sollte eine markante bauliche Entsprechung erhalten und das Schloss in das Gesamtkunstwerk Bergpark Wilhelmshöhe eingebunden werden.

Vergleichsliteratur: Ausst. Katalog: Kassel trifft sich – Kassel erinnert sich in der Stadtsparkasse: Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722-1789). Mit Beiträgen von E. Herzog, M. Heinz, A. Linnebach, W. Mogk, P. Tiegel u. Chr. Vanja. Kassel, Neue Galerie, 1989/90, Nr. 112-116. Die hier genannten Zeichnungen mit Kasseler Motiven sind 1782 bzw. 1783 entstanden und sie sind nur wenig größer als das hier vorliegende Blatt. Eine weitere Zeichnung dieser Art „Blick aus dem Landgrafenschloss auf die Aue mit der Orangerie“, 24:40,5 cm, wurde bei Sotheby’s, München am 8.12.1998, Lot-Nr. 21 versteigert.

Preis: auf Anfrage