Werke

CARL GOTTHELF KÜCHLER

1807 Taubenheim/Oberlausitz – Rom 1843

Raub des Hylas.

(Ovid, Metamorphosen 7. 1 ff.).
Öl, auf Leinwand, links unten auf einem Stein signiert und datiert „C. Küchler / pinx. / Roma 1836“.
29:22,5 cm. –
Mit vereinzelten winzigen Retuschen.
Auf einem verso aufgeklebten Etikett einer alten Sammlung in brauner Feder bezeichnet „N. 5. / L.W.S. / Küchler Dresden.“

Provenienz: Familie Küchler, Dresden.

Hylas, Eromenos des Herakles, wurde auf der Argonautenfahrt in Chios an der Propontis beim Wasserholen von den Quellnymphen wegen seiner Schönheit geraubt. Noch in hellenist. Zeit streiften jährlich die Leute von Chios durch die Wälder und ein Priester rief dreimal den Namen Hylas‘, wie in der Sage einst Herakles.

Angeregt zu diesem Bildthema wurde Küchler vermutlich von dem 1830 auf der Berliner Kunstausstellung gezeigten gleichnamigen Gemälde von Carl Ferdinand Sohn (1805-1867). Auch Joseph Anton Kochs 1832 entstandenes Gemälde „Landschaft mit dem Raub des Hylas“, das durch die Vermittlung August Kestners noch im Entstehungsjahr 1832 vom Städel Museum, Frankfurt, (Inv. Nr. 849) erworben werden konnte, mag zur Wahl des Bildthemas beigetragen haben. (Vgl. Ausst. Katalog: Chr. von Holst, Joseph Anton Koch 1768-1839. Ansichten der Natur. Stuttgart 1989, Nr. 157, Abb. 245 sowie Farbabb. 246).

Preis: auf Anfrage